(eppinger freaks erst nach heut abend lesen)
- So, heute hab ich so das Thema Konzil für meine Predigt ausgerufen. Manch einer hat schon die tollen Hochglanzplakate gesehen, Konzil - Familienkonferenz.
- Aber irgendwie, hab ich den Eindruck kann keiner so richtig was mit anfangen oder weiß worum es genau geht, mich mal eingeschlossen.
- Und darum hab ich beschlossen, das es heute darum gehen soll, damit zum Einen ihr alle mehr Infos kriegt und zum Anderen ich selbst gezwungen werde mich damit zu beschäftigen.
-Also Konzil ist latein: wie Manni und Sandra sicher bestätigen können und heißt soviel Zusammenkunft, oder aber auch gemeinsamer Weg.
- Das erste überlieferte Konzil ist das
Apostelkonzil von
Jerusalem, das etwa im Jahre
49 tagte und von dem im
Neuen Testament in der
Apostelgeschichte 15,1-29 berichtet wird.
- da haben sich die Gemeindeleiter getroffen, Paulus und Barnabas waren auch dabei und haben beraten, was die Nichtjuden, die jetzt an Jesus glauben alles machen oder nicht machen müssen, damit sie richtige Christen sind.
- Aber das Ganze muss man sich nicht wie so eine Bundestagssitzung bocklangweilig vorstellen, sondern das ging immer über mehrere Tage mit viel Gebet und fragen nach Gottes Willen zusammen.
- Vom zweiten Jahrhundert an gab es zahlreiche lokale Konzile auf verschiedenen Stufen, in denen sich die Bischöfe einer Region versammelten um über bestimmte Fragen der Lehre oder Kirchenstruktur zu entscheiden.
- Diese Entscheide galten nur für die betreffende Region und hatten keine Allgemeingültigkeit, außer falls deren Entscheidungen später von allgemeinen Konzilen übernommen wurden.
- Und jetzt ist die Frage warum machen die Jesus Freaks, warum machen wir so was?
- Man könnte jetzt antworten, warum nicht, wir haben als Freaks schon ein Haufen Scheiß gemacht ohne vorher drüber nachzudenken, aber so einfach ist das nicht.
- Ich glaube da ist es nicht anders als bei dem Konzil in der Apostelgeschichte oder den anderen Konzilen der Kirchengeschichte, die Antwort ist: Weil es Probleme gibt. Die Kacke ist am dampfen und man muss was tun.
- Kann sein, das es darin liegt, das die meisten von uns Deutsche sind und wir immer alles geregelt haben wollen, ich meine sogar der Durchmesser unserer Kloschüsseln ist genormt...
- Jesus Freaks hat irgendwann vor 10-15 Jahren angefangen, mit Leuten die Bock auf Jesus hatten. Die aber keinen Bock auf Orgeln, Regeln oder langweilige Gottesdienste hatten.
- Und die Leute sind haben einfach drauf losgeglaubt. Und das geschah gleichzeitig an vielen Orten in Deutschland und auf der Welt. Junge Menschen fingen an, mit Gott ganze Sache zu machen, sie hatten Sehnsucht nach mehr, nach echtem Leben.
- Und diese Leute haben irgendwann angefangen sich zu vernetzen, Strukturen aufzubauen und mit Jesus durchzuziehen. Weil man dadurch merkte man war nicht allein, man war nicht der einzige Angehackte, der mehr von Jesus wollte und trotzdem auf laute Musik stand usw.
- Ich will jetzt nicht in das „Früher war alles besser Geschwaffel“ verfallen, aber wer sich selbst nicht bewegt, bewegt nix. Und wenn wir denn Anspruch haben als Jesus Freaks eine Jesus Bewegung zu sein, dann müssen wir uns auch bewegen und aus der Konsumentenecke wieder rauskommen, auch wenn wir Kinder der Postmoderne sind.
- Und darum das Konzil, die Hauptprobleme oder Hauptthemen die ich sehe sind:
- es gibt bedenkliche Einflüsse aus anderen Bewegungen
- die Entwicklung von Jesus Freaks geht weit über unsere Landes-Grenzen hinaus und braucht Wegweisung
- wir stecken irgendwie definitiv in einer “Krise” (evtl. Stillstand)
- wir stehen als Bewegung vor völlig anderen Herausforderungen, als noch zu Beginn der Neunziger- Gott redet neu zu uns, und will gehört werden
- es gibt Autoritätskonflikte
- und Leiten kommt erst nach dem Hören auf Gott!
- Ich meine die Gerüchteküche kocht schon lang genug und es ist viel passiert in den letzten 1-2 Jahren. Die mitgliederstärksten Gruppen der Freaks haben sich gespalten oder von der Bewegung verabschiedet, die Regioarbeit liegt oftmals brach, Leute sind ausgebrannt oder weg vom geistlichen Fenster usw.
- Das alles wäre Anlass genug um zu resignieren oder sich nur noch auf seine kleine Ortsfreakgruppe zu konzentrieren.
- Aber wenn ich eins aus Krisen gelernt hab, dann ist es: Immer Gott und sein Handeln darin zu sehen und ihn zu suchen und zu fragen: Was soll das? Was willst Du uns damit sagen oder zeigen?
- Und genau das soll das Konzil tun: Gott fragen, nach Antworten suchen und sie Gott abringen.
- Und das geht uns alle was an, weil es ist unsere Gemeinde und unsere Bewegung. Klar ist es einfach sich zurück zulehnen und die da oben machen zu lassen, aber so funktioniert das nicht.Es geht auch nicht um tote Durchhalteparolen. Wir sind hier nicht in Stalingrad und warten auf unser Ende und brauchen dafür ein paar motivierende Ansagen.
- Wir hatten einen großen Traum - eine Jesus Bewegung mit krassen Leuten im ganzen Land, Europa und darüber hinaus. 15 Jahre später haben wir eine Menge toller Sachen - aber sind wir noch an unsere Aufgabe dran oder haben wir sie aus dem Fokus verloren?
- Lasst uns Jesus wieder eine neue Chance geben und er wird sie nutzen und echt geniale Dinge daraus wachsen lassen. Auf meinem Weg mit Gott fand ich mich immer wieder in Situationen wieder, die irgendwie aussichtslos waren - aber da kommt dann Superjesus und klopft paar Sachen gerade und dann passt das wieder. Wir stehen jetzt an einem Punkt, wo wir die Möglichkeit haben uns wirklich wieder unserer Aufgabe bewusst werden können undneue Wege entdecken können.
- Und das ist auch der Inhalt des Konzils:
1.) Was sind die Jesus Freaks?
Innerhalb dieser Fragestellung werden die Grundsatzpapiere „Uns über Wir“ und „Schwerter zu Pflugscharen“ inhaltlich zur Disposition gestellt. Die Vision, Werte, der 6-Punkte Plan, die Zielgruppe und der Umgang mit theologischer Verschiedenheit werden überdacht und für die Zukunft formuliert.
2.) Wer ist ein Jesus Freak?
Hier sind die Menschen gemeint, die zu den Jesus Freaks zählen. Die Zielgruppe wird beschrieben etc.
3.) Wie sieht die Organisationsform der Jesus Freaks aus?
Wie soll innerhalb der Jesus Freaks die Macht verteilt sein? Wer trifft welche Entscheidungen? Wie wird die Struktur der Organisation aussehen?
- Und jetzt die große Quizfrage: Was geht mich das an? Warum sollte ich mit denken? Ich fühl mich wohl bei den Freaks in Eppingen und ich fühl mich auch mit der Gemeinde verbunden, aber was geht mich JFI an?
- Und die Frage ist durchaus berechtigt, denn die stell ich mir auch von Zeit zu Zeit. Mein Fokus geht oftmals auch kaum über Eppingen hinaus.
- Aber fang mal an vom Kleinen ins Große zu denken. Warum bist du hier bei den Freaks in Eppingen? Was wünscht du dir für hier und übertrag das dann ins Große.
- Als ich anfing hab ich mir eigentlich nur einen Ort gewünscht an dem ich Gott erfahren und erleben kann, wo der Lobpreis rockt und ich Leute einladen kann ohne das es mir peinlich ist.
- Das war meine Motivation für Jesus Freaks Eppingen, und ich hab mir am Anfang auch keine Rübe gemacht wie es in hier 10 Jahren aussieht oder ob ich toll genug bin für so was.
- Aber irgendwann kommt die Zeit auch für uns wo es vielleicht Spannungen oder Stress gibt hier in Eppingen und dann kann man den Laden einfach dicht machen oder man kann sich auf die Bewegung verlassen, die einem dann hilft.-Darum lasst uns alle zusammen mitdenken und die Bewegung und das Konzil unterstützen denn kein Freak lebt oder glaubt für sich allein.